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Bundesländer
23.10.2017, 10:10 Uhr | Niedersachsen
 
Niedersachsen (ADFC und Landesverkehrswacht): Aktion “Bitte Freimachen“ auf Geh- und Radwegen

Was behindert und gefährdet Radfahrer auf ihrem täglichen Weg? Parkende Fahrzeuge auf den Geh- und Radwegen! Dieses Ergebnis des Fahrradklimatests 2016 nahmen der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Niedersachsen und die Landesverkehrswacht zum Anlass, die Aktion „Bitte Freimachen“ ins Leben zu rufen. Weitere Partner sind das Niedersächsisches Ministerium für Inneres und Sport, die Polizei und Mitgliedskommunen des AGFK.

Der Landesvorsitzende des ADFC Niedersachsen, Dieter Schulz, dazu: „Der Fahrradklimatest 2016 zeigte eine große Unzufriedenheit der niedersächsischen Radfahrer hinsichtlich falschen Parkens auf Geh- und Radwegen. Daraus ergab sich für den ADFC Niedersachsen Handlungsbedarf“.

Heiner Bartling, Präsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen e.V. ergänzte: „Alle Verkehrsteilnehmer sind grundsätzlich gleichberechtigt. Wer sein Fahrzeug jedoch regelwidrig auf einem Geh- oder Radweg parkt, nimmt für seinen eigenen Vorteil aber den Nachteil anderer in Kauf. Für Fahrradfahrer oder Fußgänger, die dann ausweichen müssen, steigt das Unfallrisiko erheblich. Sie sind im innerstädtischen Verkehr als so genannte „schwache Verkehrsteilnehmer“ besonders gefährdet. Um Unfallgeschehen zu verringern, muss das Verkehrsklima zwischen Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern durch eine Kombination von gegenseitiger Rücksichtnahme, Kommunikation und Verkehrserziehung verbessert werden“.

Motiv der Postkarte
Motiv der Postkarte
Niedersachsen - Falschparker sollen mit der Aktion auf Ihr Fehlverhalten hingewiesen werden. Zu diesem Zweck werden Informationspostkarten unter die Scheibenwischer verkehrswidrig abgestellter Fahrzeuge geklemmt. Auf der Postkarte wird der betroffene Falschparker über die Problematik der Gefährdung aufgeklärt. Auf eine Belehrung mit dem erhobenen Zeigefinger wird bewusst verzichtet.

Ein positiver und aufklärender Hinweis soll das Bewusstsein schärfen und für mehr Rücksicht und mehr verständnisvolles Miteinander im Straßenverkehr werben. Denn Radfahrer und Fußgänger werden – vor allem in den Städten – tagein tagaus mit parkenden Autos auf Ihren Wegen konfrontiert. Zugestellte Straßeneinmündungen, Lieferverkehr auf Radfahrstreifen und Radwegen prägen das Bild im Straßenverkehr und führen zu großem Frust bei betroffenen Radfahrern und Fußgängern. Oft werden Personen, die zu Fuß oder auf dem Fahrrad unterwegs sind, durch solche Regelverstöße erheblich gefährdet.

Besonders betroffen durch Falschparker sind schwächere Verkehrsteilnehmer wie ältere Menschen, Rollstuhlfahrer und Kinder. Neben dem Aspekt der Gefährdung spielt auch die Akzeptanz der zugewiesenen Flächen für den Rad- und Fußverkehr eine wichtige Rolle. Die Akzeptanz der Aufteilung des Verkehrsraums geht einher mit einer Anerkennung von Radfahrern und Fußgängern als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer. Die individuellen Interessen des Autofahrers hinsichtlich des Parkens und Haltens auf diesen Flächen dürfen nicht sorglos über die Interessen der Allgemeinheit und anderer Verkehrsteilnehmer gestellt werden.

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